Informationen zur Zahlkartenindustrie

1. Kredit- und Kundenkarten – modernes Zahlungsmittel mit vielen praktischen Zusatzdienstleistungen

In unserer von zunehmender grenzüberschreitender Mobilität und Schnelllebigkeit geprägten Welt ist die Kreditkarte ein modernes, den neuen Anforderungen entsprechendes Zahlungsmittel, das gegenüber Bargeld diverse Vorteile aufweist:

1.1. Vorteile des Karteneinsatzes

Bei Karteneinsatz im Ausland können Zahlungen schnell und ohne Währungsprobleme durchgeführt werden. Die Transaktionen werden im Hintergrund abgewickelt und anschliessend in der entsprechenden Kartenwährung auf dem Konto des Karteninhabers verbucht. Das lästige Bargeldhandling entfällt.
Der Karteninhaber profitiert bei Zahlungen von einer höheren Flexibilität, hat er doch bei Bedarf stets den passenden Betrag in der richtigen Währung zur Hand.

Zudem stellt die Kreditkarte auch das ideale Zahlungsmittel für den bequemen Bezug von Waren und Dienstleistungen im Internet dar, welcher immer häufiger wird. Auch telefonische Bestellungen von Gütern oder Dienstleistungen im In- und Ausland lassen sich problemlos abwickeln. Die Einsatzmöglichkeiten werden laufend ergänzt; auch technische Innovationen erweitern die Dienstleistungspalette.

Ein grosser Vorteil der Kreditkarte ist die Sicherheit. Mit dem Abheben grosser Beträge am Bank- oder Postschalter nimmt das Risiko zu, Opfer einer Straftat zu werden. Dieses Risiko wird durch bargeldloses Zahlen weitgehend ausgeschlossen. Auch das Verlustrisiko wird stark reduziert. Während ein Verlust des Portemonnaies normalerweise auch dem Verlust des darin enthaltenen Bargelds gleichkommt, ist bei richtigem Verhalten der entsprechende Verlust bei der Kreditkarte in der Regel klar beschränkt.

Sollte der Karteninhaber dennoch einmal Bargeld benötigen, kann er dies mit seiner Kreditkarte weltweit an über 400’000 Automaten in der jeweiligen Landeswährung problemlos und unabhängig von Banköffnungszeiten beziehen.

Ein weiterer Benefit ist die Möglichkeit eines Guthabens auf dem Kreditkartenkonto. Der Karteninhaber kann einen Betrag auf sein Konto einzahlen, der ihm verzinst wird, sofern die Karte durch eine Bank herausgegeben wird. Diese Sparfunktion kann der Karteninhaber auch dann nutzen, wenn er beispielsweise eine längere Reise plant, auf der er mit Ausgaben rechnet, die seine Kartenlimite überschreiten. Die Limite wird so um den Betrag des Guthabens erhöht und die anstehenden Ausgaben werden vom Guthaben abgezogen.

Zusätzlich bietet die Kreditkarte häufig Versicherungen für Reisen, Flug-Unfall sowie Rückführungskosten. Auch garantierte Hotelreservationen und Vergünstigungen bei der Automiete zählen zu den Zusatzdienstleistungen.

Die Verwendung der Kreditkarte bietet dem Karteninhaber darüber hinaus auch eine grosse Transparenz bezüglich seiner Ausgaben. So kann er sich in der Regel weltweit im Internet online einen Überblick über seine bis zum Vortag verarbeiteten Transaktionen schaffen und hat so sein Budget immer unter Kontrolle.

Aufstellungen zu den einzelnen Transaktionen erhält er auch in Form einer übersichtlichen Monatsabrechnung. Dieser kann der Karteninhaber genau entnehmen, wofür er während des letzten Monats wieviel Geld ausgegeben hat. Je nach gewählter Zahlungsart kann dann der volle Rechnungsbetrag oder ein Teilbetrag mit Einzahlungsschein überwiesen oder direkt per Lastschriftverfahren (LSV) dem Bankkonto des Karteninhabers belastet werden.

Im Rahmen der flexiblen Zahlungsmöglichkeiten – Zahlung der monatlichen Rechnung als ganzer Betrag oder in Teilbeträgen, kann der Kartenbesitzer sich für die Nutzung der Kreditoption entscheiden. Dies ist eine weitere Zusatzdienstleistung der Kreditkarte, welche es deren Inhaber ermöglicht, einen kurzfristigen finanziellen Engpass zu überbrücken oder von einer günstigen Kaufgelegenheit zu profitieren. Damit trägt die Kreditkarte dazu bei, den finanziellen Spielraum der Konsumenten und somit deren Flexibilität zu erhöhen.

Auch die Konsumenten wissen obige Vorzüge zu schätzen. Laut einer Umfrage der “Schweizer Familie“ im Jahr 2002 fanden 90% der Schweizerinnen und Schweizer, dass Kredit- und Kundenkarten das Leben erleichtern. So müssen sie beispielsweise bei grösseren Investitionen wie Möbeln das Geld nicht erst bar bei der Bank (unter Berücksichtigung von deren Öffnungszeiten) vom Konto abheben, sondern können den Kauf über ihre Karte abwickeln – schnell, einfach, sicher und unbürokratisch. Dies stellt eine klare Erleichterung des Handels dar, die mit der Ablösung des reinen Tauschgeschäftes durch die Einführung von Münzen verglichen werden kann.

Kreditkarten sind ein international einsetzbares, modernes Zahlungsinstrument, welches dem bargeldlosen Zahlungsverkehr im Interesse des Gewerbes sowie der Konsumenten dient, einen reibungslosen Handel ermöglicht und den legitimen Sicherheitsbedürfnissen der Marktteilnehmer entspricht.

1.2. Diskussion bezüglich Verschuldung privater Haushalte

Als Kritikpunkt an der Kreditkarte wird diese in der öffentlichen Diskussion gelegentlich in Verbindung gebracht mit einer zunehmenden Verschuldung privater Haushalte. Dabei wird jedoch vergessen, dass es sich bei Kreditkarten in erster Linie um Zahlungsmittel handelt! Nur eine kleine Minderheit der Karteninhaber macht überhaupt von der Zusatzleistung der Kreditoption Gebrauch. Darüber hinaus treten bei dieser Minderheit nur höchst selten Probleme bei der Rückzahlung auf. In Relation zur Gesamtzahl der Kreditkarteninhaber ist dieser Anteil verschwindend gering.

Die Kreditoption kann helfen, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Dabei steht der gewährte Kreditrahmen stets in sinnvollem Verhältnis zum Einkommen des Schuldners. Somit liegt bei sachgemässer Handhabung der Kreditoption im Rahmen der persönlichen Finanzplanung keine Gefahr einer Überschuldung vor. Bereits überschuldeten Personen bleibt der Zugang zu Kreditkarten ohnehin verwehrt, fällt doch das Kreditkartengeschäft auch unter das Konsumkreditgesetz (KKG).

Dabei ist zu berücksichtigen, dass das schweizerische KKG das rigoroseste Europas ist. Sein Kernstück ist die Kreditfähigkeitsprüfung, die auch bei jedem Kreditkartenantrag durchgeführt wird. Sämtliche Konsumkredit- und Leasingverträge, Überziehungskredite sowie Kredit- und Kundenkartenverpflichtungen (sofern sie unter das neue KKG fallen) müssen der Informationsstelle für Konsumkredit (IKO) gemeldet werden; diese untersteht der Aufsicht des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD).

Eine solche zentrale Erfassung der Kredit- und Leasingverträge erweist sich seit jeher als wirksames Mittel zur Vermeidung von Überschuldung. Bereits im Jahre 1945 wurde auf freiwilliger Basis von Kreditinstituten die Zentralstelle für Konsumkredit (ZEK) als unabhängige “Non-profit“-Organisation gegründet. Diese verfolgt zum einen das Ziel des Konsumentenschutzes. Zum anderen kann eine Überschuldung der Konsumenten aber auch keinesfalls im Sinne des Kreditgebers sein. Deshalb ist die Kreditfähigkeitsprüfung auch in dessen Sinn, schliesslich möchte er sich vor vermeidbaren Debitorenverlusten schützen. Es werden also die berechtigten Interessen beider Seiten gewahrt.

Eine Statistik des VSKF (Verband Schweizer Kreditbanken und Finanzierungsinstitute) über die im Zusammenhang mit Konsumkrediten eingereichten Betreibungs- und Fortsetzungsbegehren zeugt von der kontinuierlich sorgfältigen Risikoauswahl der Anbieter und vom vorsichtigen Umgang der Konsumentinnen und Konsumenten mit Krediten:

• Im Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2009 mussten 0.20% der im Jahresmittel fälligen Raten auf dem Betreibungsweg eingefordert werden.
• Der durchschnittliche Anteil der Fortsetzungsbegehren im selben Zeitraum belief sich auf 0.16%.
Auch economiesuisse schreibt im Jahr 2000 in seinem “dossierpolitik“, dass in weniger als 1% der Fälle bei Konsumkrediten eine Betreibung nötig sei und die Marktteilnehmer mit den heute üblichen Formen des Konsumkredits durchaus korrekt umgehen. Bei obigen Zahlen ist zu berücksichtigen, dass der Anteil dem modernen Zahlungsverkehr mit Konsumenten zuzurechnender, kurzfristiger Kreditgewährungen auf Kreditkartenkonten am entsprechenden Konsumkreditvolumen sehr gering ist. Daher kann der Zusatzdienstleistung der Kreditoption kein wesentlicher Teil der Überschuldung privater Haushalte angelastet werden.

Nicht zu unterschätzen ist jedoch die volkswirtschaftliche Bedeutung der Fremdfinanzierung des privaten Konsums mittels Konsumkredit und Konsumgüterleasing. So hingen – nach einer Studie der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich, 1993 von der Nachfrage nach fremdfinanzierten Konsumgütern 69’000 Arbeitsplätze ab, wovon 50% auf die Schweiz entfielen. Dies entsprach 1.1% der Gesamtbeschäftigung, wobei 0,9% den Konsumkrediten und 0,2% dem Leasing zuzurechnen sind. Aus dem fremdfinanzierten Konsum resultiert eine Wertschöpfung von brutto 3,5 Mrd. Franken und der Beitrag der Konsumkredite und des Konsumgüterleasings zur gesamten Wertschöpfung der schweizerischen Wirtschaft betrug 0.95%.

Bei der Diskussion bezüglich Verschuldung privater Haushalte ist zudem klar zwischen Ursache und Wirkung zu unterscheiden: Als Hauptursachen von Ver- respektive Überschuldung privater Haushalte und natürlicher Personen gelten vor allem Scheidungen, Unterhaltsverpflichtungen und Alimente, Arbeitslosigkeit sowie erfolglose selbständige Erwerbstätigkeit oder falsches Konsumverhalten.

Statistisch gesehen sind vor allem Arbeitslose oder Personen mit geringem Einkommen betroffen. Im Einzelfall geht meist der Überblick über die Finanzen verloren. Die betroffenen Personen überschätzen die eigene Finanzkraft. Ihr Wissen bzgl. Zahlungsverkehr ist gering.

Obige Ursachen betrachtend könnte eine unsachgemässe Nutzung der Kreditoption der Kreditkarte höchstens in Verbindung mit falschem Konsumverhalten (bis hin zu suchtartigem Kaufverhalten) resp. Schwierigkeiten im Umgang mit Geld und mangelnder Haushaltsplanung gebracht werden. Sie stellt jedoch ein Symptom, aber nicht die Ursache einer Verschuldung dar.

Wegen der vernünftigen Relation des gewährten Kreditrahmens zum Einkommen des Karteninhabers ist weiter davon auszugehen, dass – verglichen mit anderweitigen Schulden infolge oben aufgeführter Ursachen, der einem Kreditkarteninstitut geschuldete Betrag vergleichsweise tief ausfallen dürfte.

Die Zusatzdienstleistung der Kreditoption des Zahlungsmittels Kreditkarte kann nicht als eine der Ursachen einer zunehmenden Verschuldung privater Haushalte betrachtet werden. Die Ursachen liegen im mangelnden Wissen bezüglich des richtigen Umgangs mit Geld und Konsum.
Oft wird das gesamte Einkommen während des Jahres für Konsum verwendet. Dabei geraten offene Rechnungen mit längerer Zahlungsfrist in Vergessenheit. Spätestens bei der Steuerrechnung ist aber die Verschuldung da – es wurden keine entsprechenden Rücklagen gebildet. So machten in einer Erhebung bei neun Schuldenberatungsstellen im Jahr 2002 nicht bezahlte Steuerrechnung fast einen Fünftel des gesamten Schuldenkuchens aus (Quelle: Beobachter 20/03), Kreditkarten nur 1,8%. Aus dieser Perspektive stellen die Steuern die grösste Verschuldungsquelle der Schweiz dar und die Steuerämter sind denn auch die grösste Gläubigerklasse. Nach Aussage des Schuldenberaters Markus Hoby haben vier Fünftel seiner Kunden Steuerschulden – im Durchschnitt 14‘600 Franken. Zu oft geht bei der Erstellung des Haushaltsbudgets vergessen, entsprechende Rücklagen für die Steuerrechnung zu bilden.

Der Verein Schuldensanierung Bern veröffentlicht regelmässig entsprechende Statistiken. So belief sich der Anteil der Kreditkartenschulden in dieser Auswertung für 2009 auf gerade mal 1,5%.

In einer durch die Hochschule für Sozialarbeit Bern (Verena Maag) in Zusammenarbeit mit dem GFS-Forschungsinstitut in 2003 durchgeführten Erhebung zum Themenkreis „Kaufsucht“ wurde Folgendes festgestellt: „Personen, welche eine Kreditkarte besitzen (Hälfte der Befragten) unterscheiden sich nicht punkto Kaufverhalten, d.h. es gibt unter den Kreditkartenbesitzern nicht mehr Personen mit Kaufproblemen als bei den kreditkartenlosen Personen.“

Im Sinne der Ursachenbekämpfung ist der Hebel in Elternhaus und Schulen anzusetzen, wo präventiv ein korrekter Umgang mit Finanzen zu lehren und zu zeigen ist, was das Leben kostet.

Es kann nicht erwartet werden, dass Versäumnisse in diesem Bereich im Nachhinein durch die Wirtschaft zu kompensieren sind. Weiterführende Einschränkungen der Gesellschaft und des Handels im Rahmen zusätzlicher Regulierungen, welche über das KKG hinausgehen, können nicht der Weg sein.

So geht auch die im Januar 2008 verabschiedete EU-Verbraucherkreditrichtlinie wesentlich weniger weit als unser seit 1.1.2003 gültiges Konsumkreditgesetz.

1.3. Zusammenfassung zum allgemeinen Teil Kredit- und Kundenkarten

Kreditkarten haben sich als moderne Zahlungsmittel bewährt. Sie dienen anderen Zwecken als klassische Konsumkredite und werden zur Zahlung im Rahmen des sicheren bargeldlosen Zahlungsverkehrs eingesetzt. Besondere Bedeutung erlangen Kreditkarten für viele Inhaber auf Reisen und bei Käufen im Internet. Inwiefern die Kreditoption beansprucht wird, ist jedem Karteninhaber frei gestellt. Die Zusatzdienstleistung wird nur von einer kleinen Minderheit der Karteninhaber genutzt. Das entsprechende Kreditvolumen fällt verglichen mit Konsumkredit und Konsumgüterleasing sehr bescheiden aus. Kreditkarten kann somit kein wesentlicher Beitrag zur Verschuldung privater Haushalte nachgesagt werden.

2. Spezialfall Jugendverschuldung

Eine speziell durch bestimmte Medien aufgegriffene Thematik im Rahmen der allgemeinen Diskussion bzgl. Verschuldung ist die Jugendverschuldung.

In Anlehnung an eine Studie des Lehrstuhls für Marketing der Universität Zürich zum Ausgabeverhalten von Jugendlichen (Ausgabeverhalten von Jugendlichen, Januar 2005, Lehrstuhl für Marketing der Universität Zürich, Thomas Bamert und Petra Oggenfuss) kann gesagt werden, dass den Jugendlichen immer mehr Geld zur Verfügung steht. Diese zunehmende Kaufkraft macht sie zu einer sehr interessanten Zielgruppe für Anbieter auf dem Markt und deren Werbung. Problematisch ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass den Jugendlichen andererseits ein adäquater Umgang mit Geld fehlt und die Verbreitung von Kaufsucht zunimmt.

Bzgl. Schulden gaben in oben erwähnter Studie rund 16% der Jugendlichen an, verschuldet zu sein. Dabei borgen sich die verschuldeten Jugendlichen vor allem Geld bei Familienmitgliedern und Freunden. Viele Jugendliche überziehen auch das Bankkonto, wenn ihnen das Geld ausgeht. Die Kreditkarte als Schuldenart wurde jedoch nur selten genannt.

Auch im Fall der Jugendverschuldung ist mangelndes Wissen im richtigen Umgang mit Geld und Konsum respektive bezüglich der Lebenshaltungskosten als Hauptursache der zunehmenden Verschuldung zu sehen. Die Schuldenart Kreditkarte spielt als Symptom dieses falschen Umgangs mit Geld und Konsum eine untergeordnete Rolle.

Grundsätzlich kann es aber auch bei dieser Gruppe nicht Aufgabe der Wirtschaft sein, erzieherische Defizite zu kompensieren und mangelndes Wissen einer Minderheit darf nicht zur Reduktion der Freiräume all derer führen, die sehr wohl mit den sich ihr aus fortschrittlichen Dienstleistungen ergebenden Freiheiten umzugehen wissen. Die Lösung liegt in der Ursachenbekämpfung, also im Aufbau von mehr Wissen bzgl. Geld und Konsum. Dieses ist im Elternhaus sowie der Ausbildung – und somit direkt bei den Jugendlichen aufzubauen.

Trotzdem wurden von Seiten der Wirtschaft bereits zur Ausbildung Jugendlicher viele Initiativen umgesetzt, wie beispielsweise „MoneyBasics“ durch GE Money Bank, das PostFinance Budget Game, der Swiss School Award „my-money“ durch Intrum Justitia oder die „Schoolbox“ durch UBS.

3. Rechtfertigung des Zinssatzes

Bei fristgerechter vollständiger Zahlung der Monatsrechnung werden dem Kunden keine Zinsen belastet.

Geht eine Zahlung nicht fristgerecht ein oder macht ein Karteninhaber von der Teilzahlungsmöglichkeit Gebrauch, wird ein Zins in Rechnung gestellt.

Mit bis zu 15% (ab 1. Juli 2016 12%) liegt der von Kartenherausgebern angewandte Zinssatz innerhalb des vom Gesetzgeber festgelegten Rahmens. Im internationalen Vergleich liegen die Schweizer Kartenherausgeber damit eher tief. So werden etwa in Grossbritannien oder den USA Zinsen bis zu 29% belastet. Dieser vergleichsweise hohe Satz rührt daher, dass sich die Kreditoption – verglichen mit einem herkömmlichen Konsumkredit, höheren Anforderungen gegenübergestellt sieht:

Während beim herkömmlichen Konsumkredit eine feste Vertragsdauer und fixe Ratenzahlungen vereinbart werden, können Kartenkunden innerhalb festgelegter Rahmenbedingungen jederzeit frei über die Begleichung der Rechnung in Teilbeträgen entscheiden. Dies stellt erhöhte Anforderungen in Bezug auf die Kreditfähigkeitsprüfung, die Debitorenkontrolle und das Mahnwesen.

Zudem hat der hohe Zinssatz eine regulierende Wirkung: Mit einem tieferen Zinssatz würden Teilzahlungen für die Kunden attraktiver gestaltet und somit gefördert. Dies würde dann wiederum von den gleichen Kreisen angeprangert, welche heute die Höhe des Zinses kritisieren.

 

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